Es ist eine kleine Dummheit. Die Gelegenheit ist gut und ich will unbedingt diese Fotos machen. Zwei aus der Crew gehen auf Tauchgang, um das Vorschiff zu inspizieren und undichte Stellen am Rumpf zu untersuchen. Unter Wasser.

Also schnappe ich mir meine Kamera, das Unterwassergehäuse und eine Schnorchelausrüstung. Ein paar Handgriffe und schon bin ich im glasklaren Wasser. Unter dem Schiff ist unendliches Blau und hunderte Fische verstecken sich im Schatten des Rumpfes. Ich schwebe neben meinen Kameraden und mache die erhofften Fotos.

Dann, plötzlich, stelle ich fest, dass etwas nicht stimmt. Wasser dringt in das Unterwassergehäuse ein. Ich drehe blitzartig um, schwimme zum Dingi. Kamera raus aus dem Gehäuse, in dem mittlerweile mehrere Zentimeter hoch das Wasser steht. Im Eifer des Gefechtes hatte ich den vorderen Deckel des Gehäuses nicht 100% richtig aufgeschraubt. Aber noch zeigt die Kamera ganz normal an. Vielleicht ist es ja noch einmal gut gegangen. Die Olympus OM-D kann schließlich einiges ab. Sie ist spritzwassergeschützt.

Aber das war mehr als Spritzwasser. Noch bevor ich wieder an Deck bin, geht das Display aus. Das war’s dann wohl. Auch zwei Tage später, nachdem ich versucht habe die Kamera so gut es geht zu trocknen, tut sich nichts mehr.

Der einzige Trost ist, dass ich eine kleine Zweitkamera dabei habe, denn Ersatz ist hier in der Karibik kaum oder gar nicht zu bekommen. Und selbst wenn, bei 2.000 Euro Schaden brauche ich wohl einen Sponsor.

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