Zwei Mal heben wir den Anker, setzen die Segel und beginnen kaum eine halbe Stunde später schon wieder mit den Vorbereitungen in einer neuen Bucht zu ankern. Die Distanzen zwischen den Grenadinen sind kurz, und auf unserem Weg nach Süden machen wir noch drei Mal Station, bevor wir für unseren nächsten Termin nach Tobago müssen. Es ist Urlaub für die ganze Crew und Karibiksegeln, wie man es sich vorstellt. Eine willkommene Abwechslung vom Leben auf einem Frachtschiff.

Unsere erste Station ist Mayreau, die kleinste bewohnte Insel der Grenadinen. Sie liegt am Rande der Tobago Cays, dem Tauch- und Schnorchelparadies in diesem Teil der Karibik. Und da ich immer noch auf der Suche nach dem perfekten Schnorchelerlebnis bin, mache ich mich auf, die Strände der Insel abzuklappern. Tatsächlich ist das auf einer Insel, die man leicht zu Fuß umrunden kann, auch kein großes Problem.

Schnorcheln auf Mayreau macht Spaß, wenn man den richtigen Spot gefunden hat. Die Küste auf Seiten der Tobago Cays hielt leider nicht, was ich mir davon versprochen hatte. Dafür gibts in einer der mit Yachten bevölkerten Ankerbuchten zahlreiche Korallen und Fische zu sehen. Als persönliches Highlight entdecke ich einen Oktopus, der sich in einer Ritze zwischen zwei großen Steinen versteckt.

Ansonsten ist Mayreau vor allem teuer und ziemlich ausgestorben. Es gibt ein kleines Dorf auf dem Berg in der Mitte der Insel, aber Abseits von auf Touristen ausgerichteten Bars, die teilweise horrende Preise verlangen, ist nichts los.

Am nächsten  Tag geht es noch vor dem Frühstück weiter nach Union Island. Die Insel ist größer und hat mit Clifton so etwas wie ein richtiges Zentrum. Allerdings ist nach Mayreau mein Wunsch, die Tobago Cays zu sehen nur noch größer geworden. Also verzichte ich darauf, Union Island zu erkunden. Mitstreiter in der Crew sind schnell gefunden und nach einem Wassertaxi müssen wir auch nicht lange Ausschau halten…

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