In fünf Monaten ist es soweit, könnte man sagen. Im Oktober sage ich meiner Heimat und dem geliebten Festland Ade um acht Monate lang zur See zu fahren.

Was daran vielleicht etwas ungewöhnlich ist: Ich würde mich selbst nicht unbedingt als typischen Seemann bezeichnen. Aufgewachsen bin ich fern ab von Küste und Meer. Die Segelei hat’s mir trotzdem irgendwann angetan. Unter anderem, weil ich irgendwann an Bord von MYTILUS, dem wahrscheinlich schönsten Schiff von allen, hängen geblieben bin. Aber dazu vielleicht später mal mehr.

Auf zu viele Weisen, keinen Kompass auf dem Weg
Die tausend Meilen Wind, die wir umhergetrieben sind, war’n ein gültiger Beleg.

– Schlagsaite –

Im Oktober werde an Bord der TRES HOMBRES in See stechen. Die TRES HOMBRES ist eine ca. 35m lange Brigantine die 2007 von zwei Holländern und einem Österreicher (den namensgebenden drei Männern) in Dienst gestellt wurde. Gebaut wurde die TRES HOMBRES allerdings schon deutlich früher als sogenannter Kriegsfischkutter.
Heute transportiert die TRES HOMBRES als segelndes Frachtschiff Waren wie Rum, Schokolade, Kakao und Kaffee von Südamerika und der Karibik bis Europa.

Was zunächst nach einer lang überholten Idee für Nostalgiker klingt, hat einen sehr aktuellen Hintergrund. Internationale Frachtschiffahrt, besonders die großen Containerschiffe sind für einen nicht unerheblichen Teil der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Das Ziel der Macher hinter TRES HOMBRES ist es zu beweisen, dass Transport auch mit null Emissionen bzw. stark reduziertem CO2-Ausstoß möglich ist.

Aber zurück zu meinen Reiseplänen: Es geht es von Den Helder in den Niederlanden zunächst auf Umwegen bis Lissabon. Von dort aus geht es über die Kanarischen Inseln und die Kapverden bis nach Brasilien. Dann in die Karibik, genauer Trinidad, Grenada und die Dominikanische Republik. Zurück über den Atlantik geht es mit einem langen Schlag bis auf die Azoren und von dort aus über die britischen Inseln bis sich in Den Helder im Mai 2015 der Kreis schließen wird. Die ganze Route mit allen geplanten Stopps könnt ihr euch auch hier ansehen.

Bis dahin wird es wahrscheinlich eine ganze Menge zu erzählen und vielleicht noch mehr Fotos zu betrachten geben. Und genau dazu soll 1000meilenwind.de da sein. Ich werde hier in unregelmäßigen Abständen davon berichten was mich bis zum Start meiner Reise beschäftigt und später dann, was ich unterwegs so erlebe.

Natürlich freue ich mich über jeden Kommentar auf meiner Seite und auch über Fragen. Also, wenn ihr was wissen wollt … nur zu.

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