Die letzten Tage in Den Helder sind wie im Flug vergangen. Jeden Morgen geht es direkt nach dem Frühstück an die Arbeit. Überall wuseln die vielen freiwilligen Helfer umher und versuchen ihr bestes, die TRES HOMBRES so gut und schnell wie möglich fit für die Reise zu machen.

Ich helfe mal hier mal da. Anfangs noch etwas passiv, aber schnell gewöhne ich mich an diese seltsam unorganisierte Betriebsamkeit. Es gibt wenig feste Absprachen, oder Einteilung für bestimmte Arbeiten. Und doch funktioniert das meiste reibungslos. Jeder sucht sich seinen Platz, oder fragt einfach bei der Crew, was es zu tun gibt. Wer eine Pause braucht, macht eine Pause. Und trotzdem sind die meiste Zeit alle am Schiff.

Ich helfe weiter bei den Decksplanken. Später arbeite ich an den Türen der Galley, in die zwei neue Stücke Holz und neue Schlösser eingesetzt werden müssen. Ich mag die Arbeit mit Holz und die Tatsache, ein eigenes Werkstück vor mir zu haben, für das ich verantwortlich bin.

Mitte der Woche steigt die Anspannung, denn nachdem unsere Abreise um einen weiteren Tag verschoben wurde, steigt für alle der Druck endlich mit den Arbeiten fertig zu werden. Gleichzeitig gibt es immer noch mehrere Baustellen, die nicht wie geplant vorankommen.

Beim Abendessen dann die Nachricht vom Captain. Wir verschieben die Abreise um einen weiteren Tag. „Better safe than sorry.“ Ich bin froh über die Entspannung und die damit einhergehende Chance, nicht die Nacht durcharbeiten zu müssen, bevor es hinaus auf die Nordsee geht.

Der Donnerstag steht ganz im Zeichen der Ladung. Wir bringen nach und nach all die Dinge an Bord, die von Den Helder aus an die einzelnen Stationen unserer Reise geliefert werden sollen. Darunter sind 700kg Kürbisse für Norwegen, 400 leere Drei-Liter-Weinflaschen, die in Frankreich wieder befüllt werden sollen, und eine ganze Reihe Turngeräte, die für einen guten Zweck in Brasilien von Bord gehen.

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