Es hat sich einiges in Sachen „1000 Meilen Wind – Das Buch“ getan. Zeit für ein kurzes Update.

In der Zwischenzeit habe ich mit meiner Layouterin zusammen gesessen und eine Freundin von Freunden gefunden, die Buchbinderin ist. Das Projekt „1000 Meilen Wind – Das Buch“ nimmt Form an. Auch wenn immer noch tausend Fragen offen zu sein scheinen.

Überhaupt gibt es bei diesem Projekt nur offene Fragen. Was zunächst einfach klingt – Texte schreiben, Fotos aussuchen, beides ins Layout bringen und dann drucken – erweist sich bei etwas genauerer Betrachtung als unglaublich kompliziert.

Wo fängt man an? Inhalt, Layout oder Produktion? Alles scheint sich gegenseitig zu bedingen. Und natürlich schwebt über allem, Damokles Schwert gleich, die Frage, wie das Buch überhaupt finanziert werden kann. Diese zentrale Frage hängt viel mehr mit produktionstechnischen Fragen zusammen als mit dem Inhalt oder der Gestaltung der Seiten. Also habe ich beschlossen, das Pferd von hinten aufzuzäumen, und entschieden zunächst Angebote von Druckereien einzuholen.

Dazu musste aber, neben der ungefähren Seitenzahl und der Auflage, auch die Frage geklärt werden, welches Format das Buch haben soll. Gar nicht so einfach. Meine Fotos sind im Format 4 x 3 entstanden. Dass es bei vielen Fotos kaum möglich ist, sie zu beschneiden, habe ich schon beim Druck der Fotos für den Schömberger Fotoherbst gemerkt. Die meisten Fotos sollen ganzseitig ins Buch. Es gibt aber auch Hochformate und damit schon kein perfektes Format für ein Buch mehr. Gleichzeitig stehe ich total auf Panoramen, die ich meist im Format 16 x 9 fotografiert habe, das meine Kamera vorgibt.

Ich habe ziemlich viel gestöbert, mir andere Bildbände angesehen und schließlich sogar Papiere und Kartons in unterschiedlichen Formaten gebastelt. Am Ende fiel die Entscheidung auf ein Querformat, weil es mir am besten gefällt. Und zwar circa 24 x 21 cm.

Damit schienen auch die Druckereien insofern einverstanden zu sein, als das Format gut auf einen handelsüblichen Druckbogen passt.

A propos Druckerei. Das ist gar kein so einfaches Kapitel. Die meisten Druckereien haben sich auf meine Anfrage hin nie wieder gemeldet, egal ob ich telefonisch oder per Mail anfragte. Zunächst landete ich in einer kleinen Druckerei in meinem Viertel. Supersympatisch! Die Beratung war gut und ich konnte mich trotz der vielen Muster sogar für ein Lieblingspapier entscheiden.

Allerdings wird das Buch nicht in der kleinen Druckerei nebenan entstehen. Das steht schon fest. Auf einer kleinen Druckmaschine ist der Druck einfach irrational teuer und bei aller Liebe zum Handwerk und der lokalen Produktion kann ich nicht den doppelten Preis bezahlen.

Ein finanzierbares Angebot liegt mir mittlerweile vor. Die Formatfragen sind geklärt und einen – ziemlich optimistischen – Zeitplan, wie es weitergehen soll, habe ich auch. Also: Lasst das Layouten beginnen.

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